Barcode-Scanner sind ein zentrales Hilfsmittel, um Prozesse in Lager, Versand und Logistik effizient und fehlerfrei abzuwickeln. Sie ermöglichen eine schnelle Identifikation von Artikeln, Aufträgen oder Sendungen und reduzieren manuelle Eingabefehler.
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Versand & Packtisch: Scannen von Lieferscheinen, Artikeln oder Kisten zur automatisierten Verarbeitung. Scan von Seriennummern und Chargen.
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Lagerprozesse: Beim Kommissionieren oder Umlagern sorgen Barcodescanner für eine klare Zuweisung von Artikeln zu Lagerplätzen.
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Wareneingang: Artikel und Lieferungen lassen sich schnell erfassen und mit Bestellungen abgleichen. Mit GS1 können auch ganze Paletten gescannt werden.
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Retourenabwicklung: Rücksendungen können effizient den richtigen Aufträgen und Kunden zugeordnet werden.
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POS (Point of Sale): Direktes Scannen von Artikeln an der Kasse für eine schnelle und fehlerfreie Abwicklung von Verkäufen.
Damit Barcode-Scanner reibungslos in Xentral eingesetzt werden können, sollten einige Grundregeln beachtet werden:
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Artikelnummern standardisieren: Nur Ziffern und Großbuchstaben verwenden, keine Leerzeichen oder Sonderzeichen. Statt Leerzeichen besser Bindestriche (-) oder Unterstriche (_) nutzen.
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Den richtigen Barcodetyp wählen: Code128 oder QR-Code für komplexere Daten oder Sonderzeichen. Code39 für Buchstaben/Zahlen mit begrenzten Sonderzeichen.
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Scanner-Einstellungen prüfen: Viele Scanner können zwischen Eingabemodi wie Keyboard Emulation (HID) und Serial/COM-Port umgestellt werden. Auch das Tastaturlayout (DE vs. EN) spielt eine Rolle, z. B. bei vertauschten Z/Y-Eingaben.
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Fremdnummern einsetzen: Shop-SKUs lassen sich im Shopimport auf Xentral-Artikelnummern mappen (Fremdnummern). So können auch externe Artikelnummern zuverlässig eingescannt werden.
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Standardisierung im Betrieb: Möglichst einheitliche Barcode-Standards im gesamten Unternehmen verwenden, um Komplexität und Fehlerquellen zu reduzieren.
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Code128: Kompakter und effizienter als Code39 (gleiche Daten: kürzerer Code). Unterstützt Prüfziffern, was die Fehlererkennung verbessert. Deutlich robuster bei längeren Codes im Vergleich zu Code39.
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QR-Code: Am robustesten durch eingebaute Fehlerkorrektur (ECC). Kann je nach ECC-Stufe bis zu 30 % beschädigt/verdeckt sein und wird trotzdem gelesen. Sehr gut bei schwierigen Umgebungen (Schmutz, Abnutzung, kleine Label).
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Code39: Einfacher Aufbau, aber relativ ineffizient (lange Codes = sehr breiter Barcode). Robust bei kurzen Codes, allerdings bei längeren Barcodes schwieriger lesbar. Fehleranfälliger als Code128, weil weniger „Redundanz“ in der Kodierung.
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EAN/UPC: Sehr weit verbreitet, aber nicht besonders robust. Feste Länge, einfache Struktur: wird gut gelesen, solange Druckqualität stimmt. Weniger tolerant bei Verschmutzung oder Teilabdeckung.
Tipp
Praxisempfehlung:
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Für klassische Artikelnummern, Handelsware und interne Prozesse ist Code128 die beste Wahl. Er ist kompakter als Code39, unterstützt den kompletten ASCII-Zeichensatz (inklusive Sonderzeichen) und eignet sich auch für längere Artikelnummern. Damit ist er ein sehr flexibler Standard, der von nahezu allen modernen Scannern unterstützt wird.
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Für längere Inhalte, komplexe Daten oder mobile Anwendungen empfiehlt sich der QR-Code. Dank integrierter Fehlerkorrektur kann er auch dann noch gelesen werden, wenn Etiketten teilweise beschädigt oder verschmutzt sind. Zudem unterstützt er UTF-8, sodass auch Umlaute und Sonderzeichen problemlos darstellbar sind.
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Sonderfall eher für Branchenstandards: Für einfache Artikelnummern und wenn maximale Kompatibilität mit älteren Scannern oder Systemvorgaben gefragt ist, eignet sich Code39. Er ist sehr robust bei kurzen Codes, allerdings weniger platzsparend und nur eingeschränkt für Sonderzeichen nutzbar.
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Scanner liest bestimmte Zeichen nicht: Viele Scanner unterstützen Sonderzeichen (&, %, $, ? etc.) nicht. Hier hilft die Nutzung von Code128 oder die Anpassung der Artikelnummern.
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Vertauschte Eingaben (z ↔ y): Ursache ist meist ein falsches Tastaturlayout (EN statt DE). Lösung: Umstellen im Scanner-Handbuch per Konfigurations-Barcodes.
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Scanner reagiert nicht: Kabel- und Stromverbindungen prüfen. Bei Bluetooth-Modellen sicherstellen, dass der Scanner korrekt gekoppelt ist.